Pünktlichkeit beim Vorstellungsgespräch

CAPERA Personalberater beziehen Stellung – Wie viel Überpünktlichkeit ist noch im Rahmen?

In unseren Einladungen weisen wir darauf hin, dass Sie lediglich fünf Minuten vor dem Termin erscheinen sollten. Oft handelt es sich um Terminserien (mehrere Gespräche für die Interviewer hintereinander). Das heißt für den Kandidaten, wenn er früher da ist, dass er eine entsprechende Überbrückungszeit mal beim Pförtner, mal in einem Vorraum hat und tatsächlich warten muss, da alle bereits in einem Gespräch sind. Also, pünktlich ist perfekt und sorgt für einen reibungslosen Ablauf…die Interviewer freuen sich!

Fünf Minuten vor der Zeit“ ist nach Redensart „die deutsche Höflichkeit“. Mehr sollte es jedoch nicht sein. In der heutigen Zeit finden sich Termine sehr häufig in einem engen zeitlichen Korsett. Daher wird es nicht positiv gewertet, wenn man deutlich (eben früher als die tolerierten 5 Minuten) vorher eintrifft. Zu spät hingegen geht gar nicht. Seien Sie daher ruhig schon überpünktlich am Besprechungsort und überbrücken Sie die Zeit bis zum Termin mit einem Kaffee beim Bäcker um die Ecke. Hat man ein Vorstellungsgespräch bei einem Großunternehmen, das sich an einem großen Industriestandort befindet und vielleicht noch längere Wege auf dem Gelände zum Besprechungsort zurückzulegen, ist es optimal sich eine Viertelstunde vorher beim Pförtner zu melden und dort zu fragen, wie weit der Weg bis zum Besprechungsort sein wird. Man kann dann auch schon Formalitäten erledigen wie Besucherausweis ausfüllen etc. Bitten Sie den Pförtner ruhig, er möge Sie erst so rechtzeitig anmelden, dass Sie pünktlich und eben nicht zu früh dort eintreffen.
Bernd RosePartner

Eine Minute vor der Zeit ist des Kandidaten Pünktlichkeit. Zehn Minuten oder sogar noch früher einzutreffen schafft bei Klienten und Beratern ein Gefühl von „Sind wir zu spät?“. Früher ärgerten sich Klienten über Zu-Früh-Kommer. Heute schreiben wir in die Terminbestätigung „maximal fünf Minuten vor der Zeit“. Das hilft.

Fünf Minuten vor der Zeit ist nicht nur des Soldaten Pünktlichkeit, sondern auch sicher zu empfehlen. Fünf Minuten zu spät wird auch noch verziehen - die Zeit fehlt dem Kandidaten möglicherweise, um sich zu präsentieren, denn der Interviewer muss seinen Zeitplan durchziehen.
Schlecht ist: „Ich bin schon da, da habe ich gedacht, wir könnten schon anfangen“. Nicht immer hat der Berater gerade auf „ihn/sie“ gewartet und hat nichts anderes zu tun. Wenn eine Verspätung unerwartet, aber absehbar ist: rechtzeitig (ca. 15 Minuten vor dem Termin) den Berater anrufen. Unter Umständen ist es besser einen neuen Termin zu verabreden, als mit einem völlig gestressten Kandidaten zu sprechen.

Als Bewerber sollte man wissen, dass man im Zweifel in einer Reihe mit anderen Bewerbern eingeladen wird; deshalb ist ein viel zu frühes Erscheinen immer unangebracht. Ausnahmen, die sich aus Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, abgelegenen Adressen und Schietwetter ergeben mögen, können nur im absoluten Einzelfall gelten.
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