Best Ager, Silver Ager oder Generation Gold

Wie Unternehmen von der Generation 50+ profitieren und Sie häufige Fehler in der Bewerbung vermeiden

Best Ager, Silver Ager, Generation Gold, Mid-Ager, Golden Ager… es gibt viele Bezeichnung für die Generation über 50, die in den heutigen Medien portraitiert wird. Der Fokus liegt dabei immer auf dem gleichen Merkmal: Die besten Jahre fangen jetzt erst richtig an! Die Best Ager sind nicht alt und träge – nein! Sie sind kaufkräftig, qualitätsbewusst, vital und noch lange nicht auf dem Abstellgleis. Doch sieht dieses malerische Bild, vor allem im beruflichen Kontext, genauso aus?

Die Wahrheit ist leider ernüchternd. Während jüngere Generationen gerade im derzeit immer wieder diskutierten War of Talents gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt erwarten, sinken diese für Menschen „fortgeschrittenen Alters“. Zu groß sind manchmal die Vorurteile gegenüber den erfahrenen Silver Agern: Zu teuer, zu unflexibel, zu unerfahren in digitalen Themen, zu versteift und vor allem zu eingefahren in alten, längst überholten Strukturen.

Dabei können Unternehmen gerade von den Erfahrungen älterer Bewerber profitieren. Während diese jungen Absolventen meist fehlt und doch so von Unternehmen gewünscht wird, bringen Best Ager zudem ein seriöseres und professionelleres Auftreten mit und behalten, vor allem durch ihre langjährige Erfahrung, in schwierigen Zeiten einen kühleren Kopf. Auch jüngere Kollegen können im Verlauf der Zusammenarbeit von älteren Mitarbeitern lernen. Eine Win-win-Situation für das Unternehmen! Doch wie löst man Vorurteile im Bewerbungsprozess am besten auf, um die Personalverantwortlichen zu überzeugen? Immer wieder sehen wir, dass Bewerber mit 50+ einige Fehler in ihrer Bewerbung machen. Der größte hierbei: Rechtfertigen Sie sich nicht für Ihr Alter. Sie sind wie die Medien sagen: dynamisch, fit und motiviert, um noch einige Jahre zu arbeiten! Versuchen Sie also Ihren Ansprechpartner von sich und Ihren Stärken zu überzeugen. Blicken Sie hierbei stets nach vorne und nicht zu sehr in die Vergangenheit. Mit diesen einfachen Tipps sollte Ihnen der Sprung in eine neue Aufgabe gelingen:

1. Seien Sie up to date

Aktualisieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen und bringen Sie Ihre Unterlagen auf den neuesten Stand. Benutzen Sie ein aktuelles Foto. Verzichten Sie auf die Papierform, da viele Unternehmen Ihre Bewerbung am liebsten auf digitalem Wege erhalten. Formulieren Sie lieber eine ansprechende E-Mail oder nutzen die dafür vorgesehenen Bewerbungsportale des jeweiligen Unternehmens. Up to date heißt übrigens nicht, dass Sie unzählige Grafiken und Farben in Ihren Unterlagen verwenden sollten. Bleiben Sie lieber schlicht und authentisch in Ihrer Darstellung.

2. Stellen Sie Ihre Erfahrungen in den Fokus

Heben Sie Ihre Motivation hervor, erzählen Sie von Ihren kürzlichen Erfolgen und betonen Sie gekonnt Ihre Stärken: Warum sind Sie ein richtiger Gewinn für das Unternehmen? Was unterscheidet Sie von einem „Jungspund“?

3. Bleiben Sie flexibel

Nichtsdestotrotz: Verharren Sie im ganzen Bewerbungsprozess nicht auf einem Standpunkt, sondern bleiben Sie flexibel. Vielleicht ist die Fahrzeit höher, das Gehalt geringer oder das Unternehmen kleiner. Hauptsache ist doch, dass Sie in Ihren Aufgaben aufgehen und sich weiterentwickeln können. Werden Sie sich klar darüber, was für Sie am wichtigsten ist.

4. Nutzen Sie Ihr Netzwerk

Bestimmt haben Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn den ein oder anderen Kontakt geknüpft, auf den Sie jetzt wieder zurückgreifen können. Vielleicht gibt es verdeckte, offene Vakanzen in Unternehmen, die nicht ausgeschrieben sind? Legen Sie sich auch ein Xing- oder Linked In-Profil an oder aktualisieren Sie Ihre vorhandenen Profile – wer weiß, wer auf Sie aufmerksam wird.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen!

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